Hohenlohe (Gogenloe) Insel - Franz-Joseph-Land

 

Öffnet einen internen Link im aktuellen Fenster Übersicht über den Archipel

Landschaft: Die Hohenlohe Insel, etwa 10 km südlich der Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterRudolf Insel gelegen, zählt mit einer maximalen Ausdehnung von ca. 10 km und einer Fläche von etwa 38 km² zu den kleineren Inseln im höchsten Norden des Archipels. Sie ist nahezu komplett von zwei ineinander übergehenden flachen Eiskappen (bis ca. 200 m über dem Meer) bedeckt, die fast überall mit meist relativ niedrigen Abbruchkanten bis ins Meer reichen. Lediglich ein paar felsige Kaps und Plateaukanten ragen aus dem Eis hervor - am markantesten das Kap Schrötter im Nordosten, dem die kleinen eisfreien Oktyabryata Felseilande vorgelagert sind.

Geschichte, Name: Die Insel wurde im Frühjahr 1874 von der TEGETTHOFF Erkundungsgruppe unter Leitung von Payer entdeckt, erstmals betreten und nach dem deutschen Adelsgeschlecht Hohenlohe benannt. Ein Teil der Gruppe blieb im Schutze der Felsen von Kap Schrötter zurück, während Payer mit zwei weiteren Teilnehmern die Rudolf Insel erkundete und dann sich mit den Zurückgebliebenen auf den Rückweg südwärts zur TEGETTHOFF machte.
Bis Kap Schrötter gelangte auch die Payer-Weyprecht-Gedächtnisexpedition im Mai 2005 - der Weiterweg bis zur nahen Rudolfinsel war ihr jedoch durch bereits zu sehr aufgebrochenes Meereis versperrt, sodaß sie sich von der südwestlich benachbarten kleinen Torup Insel ausfliegen ließ.
Ansonsten spielt die Insel geschichtlich und touristisch keine besondere Rolle.
Durch die doppelte Transskription von "Hohenlohe" ins russische kyrillische Alphabet (in dem es zum "H" kein Gegenstück gibt) und zurück in die lateinische Schrift findet sich auf neueren westlichen Karten statt "Hohenlohe" auch die Variante "Gogenloe".


Letzte Änderung: 23.04.2011